LG Electronics Deutschland hat das Product-Information-Management-System novomind iPIM eingeführt, um die kanalübergreifende Pflege von Produktdaten zu optimieren und B2B-Prozesse zu beschleunigen. Das zentrale Ziel ist, hochwertige, standardisierte Daten für die Bereiche Media Entertainment, Home Appliance, Eco Solution und Information Display bereitzustellen – ein entscheidender Schritt für schnellere Time-to-Market, höhere Conversion-Rates und geringere Retouren im Elektroniksegment.
Einführung von novomind iPIM bei LG Electronics Deutschland
Die LG Electronics Deutschland GmbH nutzt künftig novomind iPIM, um das umfangreiche Produktportfolio effizient zu managen. Das System unterstützt die vier zentralen Unternehmensbereiche:
- Media Entertainment Solution (z. B. TVs, Audio)
- Home Appliance Solution (Haushaltsgroßgeräte)
- Eco Solution (Wärmepumpen, Klimatechnik)
- Information Display (B2B-Displays)
Durch die zentrale Bündelung von Produktinformationen, technischen Spezifikationen, Medieninhalten und Marketingdaten können B2B-Handelspartner schneller und konsistenter auf aktuelle Daten zugreifen.
Wirtschaftlicher Nutzen: Reduzierung der Retourenquote im Elektronikhandel
Im Elektroniksegment sind präzise technische Attribute entscheidend, um Fehlkäufe zu vermeiden. Laut einer EHI-Händlerbefragung (2025) liegt die Retourenquote bei 85,7 % der Elektronikhändler unter zehn Prozent, jedoch entstehen bei mehr als der Hälfte der Händler Bearbeitungskosten von bis zu zehn Euro pro Rücksendung. Fehlende oder ungenaue Angaben zu Maßen, Anschlüssen und Leistungsdaten gelten als Haupttreiber für Rücksendungen.
„Konsistente Produktdaten in höchster Qualität auf allen digitalen Vertriebskanälen sind ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Customer Experience, Conversion und Retouren-Vermeidung im E-Commerce.“
Durch die KI-gestützte Datenpflege im PIM können Retouren um 5 bis 15 Prozentpunkte reduziert werden (Benchmark 2026). Diese Reduktion spart nicht nur operative Kosten, sondern stärkt auch die Markenwahrnehmung.
Beschleunigte Time-to-Market für B2B-Partner
Die automatisierte Ausspielung über standardisierte PIM-Schnittstellen verkürzt den Bereitstellungszyklus neuer Produktserien für Retail-Partner erheblich. Studien von Informatica (2024) zeigen, dass die Time-to-Market um bis zu 75 % reduziert werden kann, wenn Daten von der Aufnahme bis zur Veröffentlichung kanalübergreifend synchronisiert sind.
Für die Handelspartner von LG bedeutet das, dass aktuelle Gerätedaten, Datenblätter und Marketing-Assets synchron zum Verkaufsstart fehlerfrei auf deren E-Commerce-Plattformen live gehen – ein klarer Schutz vor Umsatzverlusten durch verspätete Listungen.
Standardisierter Datenaustausch und KI-gestützte Automatisierung
novomind iPIM ermöglicht den standardisierten Austausch von Daten in Formaten wie BMEcat, ETIM und GS1. Gleichzeitig nutzt das System KI, um Daten automatisch zu ergänzen, zu validieren und zu aktualisieren. Dies führt zu einer nachhaltigen Steigerung der Datenqualität und unterstützt weitere AI-gestützte Prozesse, etwa Digital Shelf Analytics.
Digital Shelf Analytics (DSA) überwacht, wie Produkte auf digitalen Kanälen dargestellt werden – von Verfügbarkeit über Preis- und Attribut-Konsistenz bis hin zu Suchplatzierungen. Laut Forrester (Q3 2026) ist novomind der einzige deutsche Anbieter, der im Landscape-Report für „Digital Shelf Analytics“ genannt wird.
„Wir freuen uns sehr, in der aktuellen Forrester Landscape für Product Information Management Systems vertreten zu sein. Für uns ist das eine Bestätigung unseres Anspruchs, Unternehmen mit einem leistungsfähigen und zukunftsorientierten PIM-System zu unterstützen.“ – Markus Rohmeyer, CPTO novomind AG
Herausforderungen und Risiken bei der PIM-Implementierung
Die Einführung eines PIM-Systems in Großkonzernen birgt zwei zentrale Risiken:
- Komplexität der Systemintegration und Datenmigration: Aufwendige Mappings von ERP, DAM und Altsystemen können die Automatisierungsvorteile zunächst verzögern, wenn die Datenhygiene im Vorfeld nicht ausreichend ist.
- Abhängigkeit von Händlerschnittstellen und Datenstandards: Trotz automatisierter Bereitstellung müssen B2B-Partner standardisierte Formate (z. B. BMEcat, ETIM, GS1) fehlerfrei importieren können.
Ein sorgfältiges Projekt- und Change-Management ist daher unerlässlich, um die geplanten Effizienzgewinne voll auszuschöpfen.
Schnellüberblick:
Welche Produktsparten steuert LG Electronics Deutschland über das PIM-System?
Das System umfasst die vier zentralen Unternehmensbereiche Media Entertainment Solution (u. a. TVs, Audio), Home Appliance Solution (Haushaltsgroßgeräte), Eco Solution (z. B. Wärmepumpen/Klimatechnik) sowie Information Display (B2B-Displays).
Was versteht man unter Digital Shelf Analytics im PIM-Kontext?
Digital Shelf Analytics (DSA) überwacht automatisiert, wie Produkte auf digitalen Kanälen und Händler-Plattformen dargestellt werden (z. B. Verfügbarkeit, Preisdiskrepanzen, Vollständigkeit der Attribute, Suchplatzierungen), um gezielte Optimierungen zu ermöglichen.
Warum ist die Datenqualität bei Unterhaltungselektronik besonders kritisch für Retouren?
Fehlende oder ungenaue Angaben zu Maßen, Anschlüssen, Leistungsdaten oder Softwarekompatibilitäten führen bei technischen Konsumgütern häufig zu Fehlkäufen und teuren Rücksendungen.
Quellen
- https://www.forrester.com/report/the-product-information-management-systems-landscape-q3-2026/RES200000191
- https://www.ehi.org/presse/zwischen-retouren-und-rentabilitaet/
- https://www.informatica.com/de/resources/articles/roi-of-product-information-management.html
- https://www.presseportal.de/pm/132402/5841286

