Der Gastbeitrag von Birger Klinke, Vice President Sales Supply Chain bei Remira, beleuchtet die aktuelle Bedeutung von Künstliche Intelligenz (KI) für das Supply Chain Management (SCM) und stellt fünf zentrale Voraussetzungen vor, die Unternehmen benötigen, um bis 2026 wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Artikel liefert konkrete Zahlen, Praxisbeispiele und Zitate, die die Dringlichkeit einer KI-gestützten Transformation unterstreichen.
Fünf zentrale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Supply Chain Management 2026
- KI-gestützte Absatzprognosen als Fundament für präzise Bestandsplanung und stabile Lieferfähigkeit
- Integrierte und verlässliche Datenbasis durch standardisierte Schnittstellen und APIs
- Resilienz und Flexibilität etwa durch Multisourcing, Frühwarnsysteme oder Szenarioanalysen
- S&OP-/IBP-Ansatz (Sales and Operations Planning / Integrated Business Planning) für durchgängige Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Einkauf, Produktion und Logistik
- Verantwortlichkeiten und messbare KPIs für klare Steuerung und kontinuierliche Optimierung
KI-gestützte Absatzprognosen – Mehr Präzision und Resilienz
„Künstliche Intelligenz in der Supply Chain: Präzisere Prognosen, weniger Silodenken, mehr Resilienz. Erfolg braucht das Zusammenspiel aus Daten, Prozessen und Organisation – nicht nur Technologie.“ – ein zentrales Zitat aus dem Beitrag verdeutlicht, dass KI nicht nur die Vorhersagequalität erhöht, sondern auch die gesamte Unternehmensplanung transparent und agiler macht.
KI analysiert Korrelationen zwischen Nachfrageverläufen, externen Einflussfaktoren und operativen Daten. Dabei kommen Technologien wie maschinelles Lernen und Large Language Models zum Einsatz, die trotz zunehmender Marktdynamik stabile Forecasts liefern und Lagerbestände sowie Warenverfügbarkeiten sichern.
Integrierte Datenbasis und standardisierte Schnittstellen
Ein weiterer Baustein ist die Schaffung einer einheitlichen Datenlandschaft. Durch standardisierte APIs und Schnittstellen können Daten aus unterschiedlichen Systemen konsolidiert und für KI-Modelle nutzbar gemacht werden. Dies verhindert Dateninseln und ermöglicht eine durchgängige Sicht auf die gesamte Lieferkette.
Resilienz durch Multisourcing und Frühwarnsysteme
Resilienz entsteht laut Klinke durch Diversifizierung der Lieferanten (Multisourcing) sowie durch proaktive Frühwarnsysteme, die potenzielle Engpässe bereits im Vorfeld identifizieren. Szenarioanalysen unterstützen dabei, alternative Handlungsoptionen zu planen und schnell auf Marktveränderungen zu reagieren.
S&OP/IBP als Rückgrat der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit
Der integrierte Ansatz von Sales- und Operations-Planning (S&OP) bzw. Integrated Business Planning (IBP) verknüpft Vertrieb, Einkauf, Produktion und Logistik in einem kontinuierlichen Planungszyklus. Dadurch entstehen einheitliche Zielvorgaben und ein gemeinsames Verantwortungsgefühl.
Verantwortlichkeiten, KPIs und kontinuierliche Optimierung
Klare Verantwortungszuweisungen und messbare Kennzahlen (KPIs) sind unerlässlich, um Fortschritte zu steuern und Optimierungspotenziale zu erkennen. Unternehmen können so den Erfolg von KI-gestützten Prozessen transparent nachverfolgen.
Statistiken und Marktpotenzial: KI im Bestandsmanagement
Die Analyse von Remira zeigt, dass über 60 % der Unternehmen noch keine KI im Bestandsmanagement einsetzen, obwohl der Einstieg deutlich weniger komplex ist, als oft angenommen. Eine aktuelle Remira-Umfrage bestätigt, dass rund 64 % der Unternehmen keine KI im Bestandsmanagement nutzen.
Der Beitrag betont, dass Unternehmen, die frühzeitig KI-Technologien einführen, langfristig von reduzierten Beständen, gesteigerter Entscheidungsqualität und einer autonomen, zukunftsfähigen Supply Chain profitieren.
Praxisbeispiel: KI-Lösungen auf der LogiMAT
Inform präsentierte auf der diesjährigen LogiMAT KI-gestützte Lösungen für mehr Transparenz in der Wertschöpfungskette. Die LogiMAT Best Product 2026-Preisträger wurden ebenfalls hervorgehoben, was die wachsende Bedeutung von KI-Innovationen auf Fachmessen unterstreicht.
Zitat aus dem Gastbeitrag
„Künstliche Intelligenz fügt sich dabei als intelligenter Partner in diese Strukturen ein. Sie verändert nicht nur die Prognosequalität, sondern die gesamte Unternehmensplanung.“ – Birger Klinke, Vice President Sales Supply Chain bei Remira
Schnellüberblick:
Welche fünf Voraussetzungen nennt Birger Klinke für ein erfolgreiches SCM 2026?
KI-gestützte Absatzprognosen, integrierte Datenbasis, Resilienz durch Multisourcing und Frühwarnsysteme, ein S&OP/IBP-Ansatz und klare Verantwortlichkeiten mit messbaren KPIs.
Wie hoch ist der Anteil der Unternehmen, die laut Remira-Umfrage noch keine KI im Bestandsmanagement einsetzen?
Rund 64 % der Unternehmen nutzen noch keine KI im Bestandsmanagement.
Welches Event wurde im Beitrag als Plattform für KI-gestützte Lösungen genannt?
Die LogiMAT, bei der Inform KI-gestützte Lösungen für mehr Transparenz in der Wertschöpfungskette präsentierte.
Welcher Nutzen wird durch KI-gestützte Absatzprognosen besonders hervorgehoben?
Präzisere Forecasts, stabile Lagerbestände, geringerer Aufwand in Absatz- und Bestandsplanungsprozessen sowie erhöhte Resilienz gegenüber Marktdynamik.

