Künstliche Intelligenz (KI) hat das Online-Shopping grundlegend verändert. Verbraucherinnen und Verbraucher nutzen KI-gestützte Einkaufshilfen, um Preise zu vergleichen, Produkte zu bewerten und schneller Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig stehen Händler vor der Herausforderung, Datenschutz– und Sicherheitsbedenken zu adressieren und die Akzeptanz autonomer Kaufentscheidungen zu erhöhen.

Aktuelle Nutzung von KI-Einkaufshilfen in Deutschland

Laut der Deloitte-Studie „The state of Agentic Commerce in Europe“ nutzen 52 % der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland bereits KI-gestützte Einkaufshilfen beim Online-Shopping (2026). Dieser Wert entspricht einem Anstieg von acht Prozentpunkten gegenüber einer Erhebung im September 2025.

  • 52 % Nutzung von KI-Einkaufshilfen (Deutschland, 2026)
  • 56 % EU-Durchschnitt
  • Spitzenreiter Spanien mit 67 %, niedrigster Wert Großbritannien mit 48 %

Anwendungsbereiche und Nutzerverhalten

Die Befragten geben an, KI vor allem für folgende Aufgaben einzusetzen:

  • Preisvergleiche – 32 %
  • Produktvergleiche – 24 %
  • Zusammenfassung von Produktbewertungen – 22 %

Nur ein kleiner Teil der Konsumentinnen und Konsumenten überträgt die vollständige Kaufentscheidung an einen KI-Agenten. In Deutschland liegt die Akzeptanz hierfür bei lediglich 6 % (2026).

Akzeptanz autonomer Kaufentscheidungen

Während 52 % der Deutschen KI-Tools für Teilaufgaben nutzen, möchten nur 6 % die komplette Entscheidung an die KI abgeben. Europaweit liegt diese Bereitschaft bei 8 %.

  • Akzeptanz autonomer Kaufentscheidungen – 6 % (Deutschland, 2026)
  • Europa-Durchschnitt – 8 %

Datenschutz- und Sicherheitsbedenken als Haupthindernis

Datenschutz– und Sicherheitsaspekte stellen die größten Hürden dar. Laut Deloitte nennen 37 % der Befragten Datenschutz- und Sicherheitsbedenken, 32 % sorgen sich vor Manipulation und 30 % befürchten den Verlust des menschlichen Kontakts. Der Anteil der deutschen Verbraucher, die Datenschutz als wichtigstes Hindernis sehen, sank von 52 % im Jahr 2025 auf 30 % im Jahr 2026.

Eine Eurobarometer-Umfrage aus dem Jahr 2026 bestätigt die Breite des Problems: 66 % der EU-Bürger äußern Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes im Zusammenhang mit KI-Anwendungen.

  • Datenschutz- und Sicherheitsbedenken – 37 % (2026)
  • Manipulationssorge – 32 % (2026)
  • Verlust menschlichen Kontakts – 30 % (2026)
  • EU-weit Datenschutzbedenken – 66 % (2026)

Die Akzeptanz von KI im Einzelhandel nimmt rapid zu. Eine Studie von Bitkom zeigt, dass die Nutzung von KI-Technologien unter Einzelhändlern in Deutschland von 23 % im Jahr 2023 auf 40 % im Jahr 2025 gestiegen ist. Dieser Anstieg reflektiert einen Trend hin zu mehr Digitalisierung und innovativen Einkaufserfahrungen (Bitkom, 2025).

Dennoch bleiben Verbraucher skeptisch gegenüber der vollständigen Automatisierung von Kaufentscheidungen. Eine Eurobarometer-Umfrage aus dem Jahr 2026 zeigt, dass 66 % der EU-Bürger Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes in Verbindung mit KI-Anwendungen haben (Eurobarometer, 2026). Diese universelle Scheu vor Datenschutzproblemen könnte eine zentrale Hürde für die weitere Verbreitung von KI-Lösungen im Handel darstellen.

Markttrend und Digitalisierung im Einzelhandel

Der digitale Wandel wird durch die steigende Nutzung von KI-Technologien vorangetrieben. Laut Bitkom hat sich der Prozentsatz der Einzelhändler, die KI-Technologien einsetzen, von 23 % im Jahr 2023 auf 40 % im Jahr 2025 erhöht. Dieser Trend stimmt mit den Ergebnissen der Deloitte-Studie überein und unterstreicht die wachsende Bedeutung von KI im Handel.

  • Nutzung von KI-Technologien im Einzelhandel – 40 % (2025)
  • Steigerung von 23 % (2023) auf 40 % (2025)

Expertenmeinungen und Zitate

„Der Handel muss nun nicht nur die Aufmerksamkeit der Menschen, sondern auch der KI gewinnen“, betont Egbert Wege, Partner und Handelsexperte bei Deloitte.

Ein weiterer Kommentar aus der Branche lautet: „KI bewegt sich mit Siebenmeilenstiefeln durch den Handel und verändert, wie Menschen Produkte entdecken, vergleichen und Kaufentscheidungen treffen.“ – Sebastian Halm, 13.07.2026

Schnellüberblick:

Wie viele Verbraucher nutzen KI beim Online-Shopping?

52 % der Verbraucher in Deutschland nutzen inzwischen KI-gestützte Einkaufshilfen.

Was sind die größten Bedenken der Verbraucher?

Die größten Bedenken sind Datenschutz- und Sicherheitsbedenken sowie die Sorge vor Manipulation.

Quellen

Von Anna Weber

Anna ist Spezialistin für digitales Marketing und Markenaufbau im Online-Bereich. Sie beschäftigt sich intensiv mit Social Media Strategien, Content-Marketing und Influencer-Kooperationen. Ihre Beiträge helfen Unternehmen dabei, ihre Zielgruppe besser zu verstehen und nachhaltig zu wachsen.