PayPal hat in Zusammenarbeit mit dem Technologieanbieter PPRO mehr als 30 lokale Zahlungsmethoden in seine globale Zahlungsplattform integriert. Dieser Schritt eröffnet Online-HändlerInnen neue Möglichkeiten, den Checkout in internationalen Märkten zu lokalisieren, Kaufabbrüche zu reduzieren und die Conversion zu steigern. Angesichts eines europäischen E-Commerce-Marktes von fast 359 Milliarden Euro im Jahr 2025 wird die Bedeutung lokaler Zahlungsoptionen für das internationale Wachstum von Online-Shops besonders deutlich.
PayPal erweitert Plattform um über 30 lokale Zahlungsmethoden
Die Erweiterung umfasst eine breite Palette von Zahlungsoptionen, die in den jeweiligen Heimatländern bereits etabliert sind. Zu den ersten vorgestellten Methoden zählen:
- Swish – mobile Zahlungslösung aus Schweden
- MB WAY – beliebtes Wallet-System in Portugal
- BLIK Pay Later – Kredit-ähnliche Option in Polen
- Pix – digitale Banküberweisung in Brasilien
Zusätzlich werden weitere Banküberweisungen, digitale Wallets und bargeldbasierte Zahlungslösungen integriert, um ein möglichst umfassendes lokales Zahlungsnetzwerk abzubilden.
Wirtschaftlicher Kontext: Größe des europäischen E-Commerce-Marktes
Der europäische internationale E-Commerce-Markt hat ein Volumen von 359 Milliarden Euro erreicht (S1, 2025). Diese enorme Größe verdeutlicht, dass HändlerInnen, die über den Heimatmarkt hinaus expandieren wollen, ihre Checkout-Prozesse an die lokalen Zahlungsgewohnheiten anpassen müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können.
Warum lokale Zahlungsmethoden die Conversion steigern
Studien zeigen, dass die Bereitstellung lokaler Zahlungsmethoden die Conversion-Rate um bis zu 30 % erhöhen kann (S2, 2022). Der Anstieg resultiert aus einem gesteigerten Vertrauen der VerbraucherInnen, die bevorzugt mit bekannten Zahlungsoptionen bezahlen.
„Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen zunehmend bei ausländischen Händlern, erwarten jedoch beim Bezahlen die vertrauten lokalen Optionen, denen sie vertrauen“, erklärt Samba Natarajan, Senior Vice President und General Manager für Europa bei PayPal.
„Durch die Kooperation mit PPRO machen wir lokale Zahlungen für den globalen Handel zugänglicher. Es geht nicht nur um das Hinzufügen weiterer Methoden, sondern darum, internationalen Kundinnen und Kunden das Bezahlerlebnis zu bieten, dem sie vertrauen“, betont Motie Bring, CEO von PPRO.
Risiken bei übermäßiger Abhängigkeit von lokalen Zahlungsmethoden
Ein möglicher Nachteil besteht darin, dass HändlerInnen, die ausschließlich auf lokale Zahlungsmethoden setzen, in stabilen globalen Märkten Einschränkungen erfahren könnten. Eine ausgewogene Zahlungsstrategie, die sowohl lokale als auch globale Optionen kombiniert, reduziert dieses Risiko.
Schnellüberblick:
Welche neuen Zahlungsmethoden werden integriert?
PayPal integriert unter anderem Swish, MB WAY, BLIK Pay Later und Pix.
Wie können lokale Zahlungsmethoden Kaufabbrüche reduzieren?
Eingeführte lokale Zahlungsmethoden steigern das Vertrauen der Kunden und ermöglichen einen bequemeren Checkout-Prozess.
Welchen wirtschaftlichen Kontext gibt es für diese Strategie?
Der europäische internationale E-Commerce-Markt hat ein Volumen von fast 359 Milliarden Euro (2025). Lokale Zahlungsmethoden können die Conversion-Rate um bis zu 30 % verbessern (2022).
Welche Risiken sollten Händler beachten?
Eine zu starke Fokussierung auf lokale Zahlungsmethoden kann zu Einschränkungen in stabilen globalen Märkten führen.
Quellen
- https://www.ecommerce-europe.eu/research/european-e-commerce-report-2025/
- https://www.mckinsey.com/industries/retail/our-insights/local-payment-methods-and-conversion-rates

